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Trio Friedrich Hebert Moreno
„Resistance“
Eine internationale Besetzung, zwei hochgelobte CDs, viele gefeierte
Konzerte in USA und Europa – eine Erfolgsgeschichte nimmt hier ihren Lauf.
Das Trio Friedrich-Hebert-Moreno legt mit
“Resistance” sein drittes Album vor und präsentiert
hiermit eine weitere Ausgabe seiner kreativen und fantasievollen Zusammenarbeit.
Dieses Trio ist nicht einfach ein weiteres Piano-Trio auf der damit
wohl versorgten Jazz-Szene. In dieser glücklichen Konstellation ist das
Ganze viel mehr als die Summe seiner Teile. Traumwandlerisch kommunikativ
und mit nahezu telepathischen Kräften navigiert das Trio im Spannungsfeld
von Modern Jazz, zeitgenössischer Komposition und Improvisierter Musik.
Ein gleichberechtigt agierendes Trio mit viel Platz für die persönliche
Entfaltung – und Pianist Jürgen Friedrich,
Bassist John Hebert und Drummer Tony
Moreno geniessen ihre Freiheiten und ihre Verantwortung hörbar.
Es wird ein Thema genommen und durch die Instrumente von allen Seiten
betrachtet, auf persönliche, individuelle Weise auseinandergenommen und
neu zusammengesetzt. “Für mich ist diese Art zu spielen sehr erfrischend.
Das freie Umgehen mit der Komposition sorgt bei jedem Auftritt für neue
und ungeplante Highlights.” so Jürgen Friedrich.
Gegründet wurde das Trio 1998 in New York. Jürgen
Friedrich war dort, um den Gil-Evans-Preis entgegen zu nehmen und
eine damit verbundene Auftragskomposition mit dem Maria
Schneider Jazz Orchestra uraufzuführen. An einem freien Tag jammte
er mit John Hebert und Tony
Moreno. Das sollte einer jener Momente sein, die das Leben verändern.
Es war gleich klar, dass dies etwas Aussergewöhnliches war, das trotz
trennendem Ozean am Leben erhalten werden musste. Und so gibt es inzwischen
die Alben “Voyage Out” und “Surfacing”,
die wie auch der Neuling “Resistance” vom
blinden Verständnis des Trios untereinander leben.
Der
in Köln lebende Pianist Jürgen Friedrich
gehört zu den größten Talenten der europäischen Jazz-Szene. Er ist nicht
nur ein Pianist mit eigener Handschrift, sondern auch ein Komponist ersten
Ranges. Seit Jahren gehen von ihm hochwertige Impulse aus, sei es durch
die Konzerte mit Kenny Wheeler (CD “Summerflood”),
durch seine Werke für Jazzorchester, die Lehrtätigkeit an der Musikhochschule
Mannheim oder durch seine Elektrojazzband “bits
n pieces”.
Meisterbassist John Hebert ist seit einiger
Zeit namhafter Bestandteil der NYC-Szene und hat einen vielfältigen Background
(von Uri Caine über Billy
Hart bis zu John Abercrombie und Gary
Thomas, um nur wenige zu nennen).
Tony Moreno ist schlicht einer der gefragtesten
Musiker seines Standes. Er ist der “alte Hase” des Trios, sein Credits
sind so zahlreich wie selten: Bill Frisell,
Elvin Jones, Paul Bley,
Sam Rivers, Richie
Beirach, The Lounge Lizards, Ravi
Coltrane und unzählige “Big Names” bedienen sich seiner Trommelkünste.
“Resistance” beginnt mit einer Liebeserklärung:
“Your Love Is Like Kryptonite”. Ein sehr
melodisches Stück, fast schon ein Folksong mit reinen Akkorden ohne viel
Jazzfärbung. Die Improvisation “Ewok” wurde
inspiriert durch die gleichnamigen, bekannten außerirdischen Wesen aus
den frühen Star-Wars-Filmen. Diese kleinen, niedlichen, kindlich-naiven
Gestalten mit ihren nervösen und aufgeregten Bewegungen sind förmlich
zu spüren in den verspielten Klängen des Trios.
Das “Prélude No. 6”, ein Präludium für
die linke Hand des Katalanen Federico Mompou,
dokumentiert die Verwandschaft von Klassik und Jazz. Das Klavier spielt
die Original- Noten, während Bass und Schlagzeug dazu improvisieren. Ein
tief beeindruckender, kontemplativer Moment! Das folgende “Sonnet”
präsentiert das genaue Gegenteil: laut, schnell, mit vielen Spielereien,
basierend auf einem “fünf-füßigen Jambus” und anderen Reimformen aus der
Lyrik. Swingende Improvisationen und ein begleitetes Drumsolo.
Das Titelstück “Resistance” ist eine traumhafte
Fragment-Komposition, deren Notierung auf eine halbe Seite passt, mit
herrlichem Bass-Intro. Eine bittersüsse Stimmung herrscht in “Bittersuite”.
Improvisiert wird ohne Akkordsymbole über die langsame Melodie. Sicher
kein typisches Jazzstück – hier werden Grenzen abgebaut.
Es folgen drei Soloimprovisationen der einzelnen Musiker. “Picture
Puzzle” ist wohl die “konventionellste” Komposition auf “Resistance”
– afro-kubanisch angehaucht und mehrdimensional wie ein Vexierbild aufgebaut.
Ein besonderes Highlight stellt die Hanns Eisler-
Komposition “An den kleinen Radioapparat”
dar. Eine einfache, aber nie banale Melodie; mit jazzigem Ansatz und besonderen
rhythmischen Finessen umgesetzt. Ein Stück, das an die Anfangsphase des
Trios erinnert. “Dachau” und “Farewell”
entstanden unter dem Eindruck der Besichtigung des KZ Dachau. Es endet
mit einer traurigen Ballade als Abschiedslied für die Toten. Als CD-Ausklang
wurde ein Stück des brasilianischen Popstars Lenine
gewählt. Ein balladeskes, melancholisches Stück zum Träumen und Geniessen
- ein versöhnlicher Abschluss eines stimmungs- und abwechslungsreichen
Albums.
Auf “Resistance” hat das Trio
Friedrich - Hebert - Moreno seine besten Improvisationen zusammengetragen
und als Gesamtwerk verewigt. Dies ist der Trio- Jazz des 21. Jahrhunderts,
präsentiert von drei fantastischen, individuellen und kreativen Künstlern.
Im März 2004 wird das Trio dann mit Gaststar David
Liebman wieder auf deutschen Bühnen zu sehen sein. Ein besonderes
Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Kontakt:
u.k. promotion, eifelstraße 76, 50677 köln,
tel. 0221-801 8964, fax -801 8965,
e-mail: u.k.promotion@t-online.de
www.juergenfriedrich.net
Vertrieb: www.jazz-network.com
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Trio Friedrich Hebert
Moreno
„Resistance“
schoener hören JN 010
Vertrieb: jazz-network.com
Jürgen Friedrich (p)
John Hebert (b)
Tony Moreno (dr)
Veröffentlichung:
08.09.2003
[Info
als PDF] - 88kB
zu beziehen u.a. bei:
www.jazz-network.com

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