Home / Profil
  Schwerpunkte
  Partnerlabel
  Referenzen
  Kontakt
   
  Mail
   
  Impressum
home / schwerpunkte / archiv  
   
 

Lorenz Hargassner Quartet
„vitality“

Lorenz Hargassner gilt schon jetzt als eine der führenden neuen Stimmen auf dem Alto-Saxophon in Deutschland. Nach dem hochgelobten Debutalbum Diversityville aus der Reihe Jazz thing Next Generation legt er mit seiner Band jetzt ein neues Album voller inspirierender kreativer Lebenskraft vor. Vitality spannt dabei einen Bogen aus emotionalen Kompositionen, die von dem eingespielten Ensemble um den Wiener Saxophonisten mit Wahlheimat in Hamburg im Zuge einer dreiwöchigen Tour durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz aufgenommen wurden.

“There is a Vitality , a life force, a quickening that is translated through you into action and because there is only one of you in all time, this expression is unique. If you block it, it will never exist through any other medium and be lost. The world will not have it. It is not your business to determine how good it is; nor how valuable it is; nor how it compares with other expressions. It is your business to keep it yours, clearly and directly, to keep the channel open. You do not even have to believe in yourself or your work. You have to keep directly open to and aware of the urges that motivate you. Keep the channel open. No artist is pleased. There is no satisfaction at any time. There is only a queer, divine dissatisfaction; a blessed unrest that keeps us marching and makes us more alive than the others.” Martha Graham

Dieses Zitat der legendären Tänzerin und Choreographin aus New York hat mich oft motiviert und ist daher eine wesentliche Inspiration für dieses Album. Ich wünsche mir, mit meiner Musik ebenso etwas auslösen zu können, wie es die Ideen und Gedanken dieser wahren Künstlerin bei mir getan haben. Musik ist für mich der direkteste Weg mit „dem, das wichtiger ist, als alles andere“ in Kontakt zu treten. Das ist meine Definition von Spiritualität. Ich glaube nicht, dass man sie wirklich teilen kann. Aber ich glaube, die Herausforderung für einen Künstler sollte immer sein, transzendent zu werden und so den Rezipienten seiner Kunst mit Höherem zu verbinden. Wenn ich neue Musik komponiere, möchte ich damit eine Geschichte erzählen und stelle dabei Startpunkte für Improvisationen zusammen, die den Faden weiter spinnen können. Dieses Album ist eine Sammlung von Stücken, die neue Erfahrungen anbieten wollen – voller positiver Energie, starken Gedanken und Vitality .

I m Programm von Vitality findet sich, wie schon beim Vorgänger Diversityville , eine Vielfalt an musikalischen Richtungen, die durch die individuelle Spielweise des Quartetts einem roten Faden folgt. An jeder Stelle klingt diese Band nach sich selbst und unterstreicht dabei die unterschiedlichen musikalischen Prägungen der Protagonisten. Da ist einmal Paul Kaiser am Schlagzeug, in letzter Zeit vor allem als Mitglied der Band Stanfour in die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Seine Affinität zu Pop und Rockmusik ist unverkennbar, das mag auch an seinen sieben Jahren Aufenthalt in L.A. liegen. In der dortigen Studio- und Live-Szene verdiente er sich seine Sporen mit seinem amerikanischen Spielstil. 2005 kehrte er nach Europa zurück, wo er mit dem Saxophonisten das Quartett gründete. Lorenz Hargassner hat eine klassische Ausbildung genossen, startete mit Violine und Klarinette und kam erst mit 20 Jahren beim Jazz und somit auch beim Saxophon an. Als „Spätzünder“ startet er eine „atemberaubende Karriere auf der Überholspur“ (Jazzthing) und spielt in so unterschiedlichen Ensembles wie der Band des Musical Directors von Miles Davis in den 80er Jahren, Adam Holzman, oder aber bei pure desmond, wo es um das Vermächtnis der leisen Töne des Cool Jazz geht. Seine klassische Prägung spiegelt sich in der Auswahl des Repertoires wider, wo sich unter Eigenkompositionen auch die Bearbeitung eines Werks von Astor Piazzolla findet. Mit Roland Fidezius hat auch die Berliner Jazzszene ein Sprachrohr in der Band. Als festes Mitglied von So.Weiss ist er sowohl mit avantgardistischen Tönen als auch mit rockigen bei Oddshot vertraut. Das geschmackvolle Solo zu Beginn des neuen Albums im eingängigen Opener „September 1st“ beweist seine gute Hand, nicht nur für verwurzelte Begleitung, sondern auch für elegante Linien und einen ehrlichen Groove. Mit Buggy Braune hat ein „elder statesman“ des norddeutschen Jazz Einzug in die Band gefunden. Seit der Hamburger Professor für Jazzpiano zum Quartett stieß, hat das Ensemble an kreativer Spielfreude dazu gewonnen. Sein unbedingter Wille zur Improvisation und sein glaubwürdiges Verständnis von Tradition und Moderne des Jazz finden sich in einem herausragenden Sound wieder. Außerdem vermag der gebürtige Kieler die Stücke immer wieder aufs Neue zu ergründen und ist somit ein Garant für spannende Neuinterpretationen des Repertoires der Band auf ihren Konzerten.

„Eine ungewöhnliche Karriere auf der Überholspur“ Jazz thing „Der Ausnahmemusiker bot mit seiner Band emotionsgeladenen Jazz der Extraklasse.“ Deister Weser Zeitung

„Alto saxophonist Lorenz Hargassner has become a top session player who is fi rst call for several American jazz players when they tour Europe .” Washington Times

„Von Lorenz Hargassner werden wir in Zukunft noch eine Menge hören.“ Jazzzeit

„Die ebenso federleichten, wie schlüssig aufgebauten Soli von Altsaxofonist Lorenz Hargassner blieben nachhaltig in Erinnerung und machen neugierig auf weitere Konzerte dieser Art.“ Hannoversche Allgemeine Zeitung

September 1st ist meiner Tochter gewidmet, die an einem Monatsanfang geboren wurde wie ich. Dieses Stück korrespondiert mit meiner Komposition „July 1st“ von meinem letzten Album. Es beginnt mit mir und unserem neuen Pianisten Buggy Braune, den man bereits als eine lebende Legende in Hamburg bezeichnen kann. Es ist eine Ehre, ihn jetzt in der Band zu haben und ich schätze seinen Beitrag zu unserer Aufnahme sehr. Die folgende Collage ist eine Arbeit im 5/4-Takt und verkörpert eine sehr offene Haltung. Ich mag diesen offenen Ansatz von Alben aus dem alten Jazz-Zeitalter wie „the blues and the abstract truth“ von Oliver Nelson und wollte eine Plattform schaffen, um mit solchen Sounds der Avantgarde zu improvisieren. Mira ist ein luftiger Swing im mittleren, schnellen Tempo, der Einflüsse von modalem und cool Jazz hat. Ich habe diese Ära immer schon gemocht. Das Stück ist einem kleinen Mädchen gewidmet, das einen ähnlich lebendigen Charakter hat. Manchmal tendiere ich dazu, denselben Fehler immer wieder zu machen, Repeated Behaviour . Diese modale Ballade mit einer Art blauen Atmosphäre entstand während meiner Zeit in New York. Ich war alleine in meinem Appartement, grübelnd über die Vergangenheit. Ich habe eine ganze Menge von Peter Weniger in Berlin gelernt und so hat sich dieser Blues auch während meiner Studien bei ihm entwickelt. Es hat eine Weile gedauert, ihn in eine Form zu bringen, die mir gefällt und die mit Peters Vergangenheit in Deutschlands Jazzrock- und Funk-Szene korrespondiert. Vor einigen Jahren musste ich eine Beziehung beenden, die eigentlich nie hätte enden sollen. Dieser Prozess ließ mich auch lange Jahre danach nicht los. Ich fühlte mich wie Sisyphos aus der griechischen Mythologie aber glücklicherweise fand ich einen Weg aus meinem Dilemma. On y va bedeutet so etwas wie „Auf geht's!“ im französischen. Dieses offensive Thema fiel mir ein, kurz bevor wir auf unsere letzte Tour gingen. Wir spielten es als Eröffnung unserer Konzerte und es stellte sich heraus, dass das sehr gut für die Band und das Publikum funktionierte. Ein richtiges Jazz-Stück zum Spaß haben! Astor Piazzolla ist eine andere große Inspiration für mich. Nicht nur weil meine Wurzeln in der klassischen Musik liegen, habe ich seine Fähigkeit, in beiden Welten zu spielen und dennoch seine eigene Stimme dazwischen zu finden, immer bewundert. Mit meiner Version von Tanti Anni Prima wollte ich diesen Geist auf unsere Musik übertragen.

 

Lorenz Hargassner Quartet
„vitality“

UNIT Records UTR 4268
Vertrieb-D: JaKla/Alive
Vertrieb-A: Extraplatte

Lorenz Hargasner(saxophones)
Buggy Braune (piano)
Roland Fideius(bass)
Paul Kaiser (drums)
feat. Hanna Jursch (vocals)

Veröffentlichung:
18. Februar 2011

[Info als PDF] - 1 MB

 

 

 
top mail: u.k.promotion@t-online.de designed by jazzdimensions